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Wie Wetter wirklich funktioniert

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☁️ Wie entsteht eine Gewitterwolke?
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Warme Luft steigt vom Boden nach oben, wie eine unsichtbare Luftblase. Ganz oben ist es kalt, dort wird aus der Feuchtigkeit in der Luft eine Wolke. Wächst sie immer weiter nach oben, wird daraus eine dunkle Gewitterwolke, die wir Cumulonimbus nennen.

Bodennahe, feuchtwarme Luft steigt durch Konvektion auf. Kühlt sie beim Aufstieg unter den Taupunkt ab, kondensiert Wasserdampf und die Wolke wächst. Bei ausreichender Labilität der Atmosphäre und Feuchtezufuhr entsteht ein hochreichender Cumulonimbus mit Aufwind- und Abwindbereichen, der Blitze, Starkregen und Hagel produzieren kann.

⚡ Warum blitzt und donnert es?
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In einer Gewitterwolke reiben sich winzige Eisstückchen aneinander. Dabei sammelt sich elektrische Ladung — wenn genug davon da ist, gibt es einen riesigen Funken: den Blitz! Die Luft um den Blitz wird blitzschnell heiß, dehnt sich aus und das hören wir als Donner.

Durch Kollisionen von Eiskristallen und Graupel im Aufwindbereich der Wolke trennt sich elektrische Ladung: leichtere, negativ geladene Partikel im unteren, positiv geladene im oberen Wolkenbereich. Wird die Durchschlagsspannung der Luft überschritten, entlädt sich die Spannung als Blitz. Die schlagartige Erhitzung des Kanals auf mehrere zehntausend Grad erzeugt eine Druckwelle, die wir als Donner hören.

🌪️ Wie entsteht ein Tornado?
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Manchmal drehen sich Winde in unterschiedlichen Höhen unterschiedlich schnell. Eine besonders starke Gewitterwolke kann diese Drehung aufnehmen und wie ein Kreisel nach unten ziehen — dann entsteht ein Tornado, ein schmaler, drehender Luftwirbel, der bis zum Boden reicht.

Windscherung — die Änderung von Windgeschwindigkeit und -richtung mit der Höhe — kann eine horizontale Rotationsachse erzeugen. Wird diese von einem kräftigen Aufwind in die Vertikale gekippt, entsteht eine Mesozyklone. Verengt sich dieser Rotationskern und reicht er bis zum Erdboden, spricht man von einem Tornado. In Deutschland treten pro Jahr rund 30–60 Tornados auf, meist schwächerer Kategorien.

📡 Was misst eine Wetterstation?
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Eine Wetterstation hat viele kleine Werkzeuge: ein Thermometer für die Temperatur, ein Windrad (Anemometer) für den Wind, einen Regenmesser und ein Gerät für den Luftdruck. All diese Werte zusammen verraten uns, wie das Wetter gerade ist.

Automatische Wetterstationen erfassen u.a. Temperatur, relative Luftfeuchte, Luftdruck (reduziert auf Meereshöhe), Windgeschwindigkeit und -richtung, Niederschlagsmenge sowie Sonnenscheindauer. Der DWD betreibt ein dichtes Netz solcher Stationen und stellt die Daten über sein Open-Data-Portal frei zur Verfügung — Grundlage auch für die Live-Werte auf der Seite „Wetterdaten live" dieser Plattform.

🛡️ Sicherheit bei Gewitter
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Wenn es donnert, geh am besten schnell in ein Gebäude oder ins Auto. Bleib weg von einzelnen Bäumen, Zäunen und dem Schwimmbecken. Drinnen bist du am sichersten!

Bei nahendem Gewitter gilt: geschlossene Gebäude oder Fahrzeuge mit Metallkarosserie aufsuchen (Faradayscher-Käfig-Effekt), Abstand zu exponierten Einzelbäumen, Masten und Zäunen halten, offene Wasserflächen meiden und elektrische Geräte mit Kabelverbindung nach draußen (z.B. Ladekabel) nicht anfassen. Die 30/30-Regel: Ist die Zeit zwischen Blitz und Donner kürzer als 30 Sekunden, sofort Schutz suchen; erst 30 Minuten nach dem letzten Donner wieder nach draußen.

🧭 Wer sind Sturmjäger?
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Sturmjäger sind Menschen, die mit Kamera und Auto losfahren, um Gewitter und Tornados aus sicherer Entfernung zu beobachten. Sie helfen manchmal sogar dabei, vor Unwettern zu warnen!

Storm Chasing verbindet oft Wissenschaft, Fotografie und Frühwarnung: Beobachtende melden Sichtungen an Wetterdienste, liefern Bild- und Videomaterial zur Verifikation von Warnungen und tragen zur Forschung über Superzellen und Tornadogenese bei. Seriöses Storm Chasing erfordert Wetterkunde, Kartenlesen und ein hohes Sicherheitsbewusstsein.